
Parodontitis-Diagnostik und -Therapie
Dr. Michael Schmidt führt den
Tätigkeitsschwerpunkt
Was ist "Parodontose"?
Bei der Parodontitis bewirken bestimmte parodontalpathogene Bakterien lokal die Zerstörung des Zahnhalteapparats. Folgen sind Zahnfleischentzündungen,
Zahnfleischrückgang, Zahnlockerung bis zum Zahnverlust sowie allgemeine Gesundheitsschäden (Herzinfarktrisiko).Was sind Risikofaktoren?
Schlechte Mundhygiene (Zahnstein), Übergewicht, Rauchen, psychischer
Stress und bestimmte allgemeine Erkrankungen (Diabetes mellitus).Habe ich Parodontose?
Zu Beginn der Parodontitistherapie steht eine präzise
Diagnostik: klinische und röntgenologische
Untersuchung sowie ein mikrobiologischer Test
(DNA-Sondentest).Wie wird behandelt?
Bevor eine Therapie stattfinden kann, findet eine Verbesserung
der persönlichen Mundhygiene statt.Dann erfolgt gezielt die Beseitigung von Plaque und Zahnstein, sowie Spülungen mit antibakteriellen Wirkstoffen.
Nach Abschluß der Vorbehandlungen findet die eigentliche Parodontitistherapie statt. Hierbei werden die Zahnfleischtaschen einzeln intensiv gereinigt (Ultraschall). Antibiotische Maßnahmen finden je nach Art der Parodontitis (Testergebnis) parallel statt. Sehr effektiv ist die neue schonende Behandlung mit aktivem Sauerstoff (O3).
Und nachher?
Nach Beseitigung von Zahnbelägen (Konkrementen) und dem
bakteriellen Biofilm kann das Zahnfleisch ausheilen. Die parodontalpathogenen
Bakterien werden verdrängt, die Zahnfleischtasche reduziert sich.Von nun an ist eine regelmäßige Nachsorge (Recall) in der Praxis notwendig.